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Sind Qi-Gong-Übungen mehr als Gynmastik? QiGong ist eine der ältesten chinesischen Heilmethoden und wird als Therapie-Ergänzung zur Akupunktur, Phytotherapie und TuiNa-Massage angewendet. Archäologische Funde belegen, dass erste Zeichnungen und Bilder über "QiGong" bereits vor etwa 2700 Jahren während der Zhou-Dynastie in China angefertigt wurden. Seither sind mehrere tausend verschiedene QiGong-Übungen aufgezeichnet worden. QiGong beruht auf den Grundlagen der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und wird in China im TCM-Studium als eigenständiges Fach gelehrt. "Qi" hat in der chinesischen Sprache viele Bedeutungen, z.B. Luft, Atem, Lebenskraft, Energie im Körper. "Gong" bedeutet: feste Übungsregeln, Zeit oder auch Kunst. "QiGong" ist also eine Trainingskunst, die den Energiefluss und somit das Immunsystem stärkt. Für das westliche Verständnis lässt sich QiGong vielleicht besser erklären als eine Kombination von Atemtherapie, Gymnastikübung sowie Meditation. Es reguliert die Atmung, das Nervensystem, den Kreislauf sowie den Stoffwechsel und stärkt die eigenen Heilkräfte. Zudem unterstützt QiGong die Heilung vieler chronischer Erkrankungen, z.B. Asthma, Allergien, Magen-Darm-Probleme, abnormaler Blutdruck, Schlafstörungen, Gelenk-Schmerzen, Verspannungen oder auch psychische Verstimmungen. Besonders gestressten Leuten kann QiGong neue körperliche, geistige und seelische Harmonie und allgemeines Wohlbefinden bringen. Morgens zwischen 6 bis 8 Uhr kann man überall in China sowohl in Parks als auch auf öffentlichen Plätzen Menschen beobachten, die zusammen QiGong üben. Im Gegensatz zu den Schweizern, die immer alles perfekt machen wollen, sieht man in China für die gleiche Übung die unterschiedlichsten Körperhaltungen - auch weniger "elegante". Aber das stört uns Chinesen nicht: 100 mal üben macht den Meister, lautet ein chineisches Sprichwort. Je nach Gesundheitszustand werden die entsprechenden QiGong-Übungen praktiziert. Da man dazu die Grundlagen der TCM gut kennen sollte, ist einem Anfänger die Anleitung durch einen professionellen QiGong-Lehrer mit medizinischer Ausbildung unbedingt anzuraten. QiGong ist eine rein medizinische Therapieform, eine Art Selbstheilungsmethode. Sie hat nichts zu tun mit Aberglauben oder gar Sekten, auch wenn manchmal selbsternannte Gurus Teile aus QiGong für ihre Zwecke missbrauchen.
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