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Haarausfall: Kann die TCM da helfen? Eine Patientin litt seit 5 Jahren neben verschiedenen Beschwerden auch an Haarausfall, zuerst an kleinen Stellen, die sich aber zu immer grösseren Flecken entwickelten. Obwohl schulmedizinische Untersuchungen keine Abnormalitäten feststellen und keinen Zusammenhang zwischen dem Haarausfall und ihren anderen Beschwerden herleiten konnten, bekam sie vom Dermatologen Vitamintabletten und einen Haarspray. Die Patientin war aber mit dem Resultat nicht ganz zufrieden, auch wenn sich der Haarausfall etwas vermindert hatte. Die anderen Symptome wie Herzklopfen, Kurzatmigkeit, Druckgefühl im Brustkorb, Müdigkeit, Schlafstörungen, nächtliche Schweissausbrüche, Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Blähungen und Verdauungsschwierigkeiten sowie Schwellungen an Händen und Füssen gingen nicht zurück. Die Vermutung der Patientin, dass alle diese Beschwerden mit dem Haarausfall zusammenhängen sowie der Beginn einer Kinnbehaarung brachten sie dazu, eine Alternative zur Schulmedizin zu suchen, und so gelangte sie in meine Sprechstunde. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird das Haar als "Glanz des Blutes" betrachtet. Der Nachschub von Blut in genügender Menge und Qualität hängt von Herz, Lunge, Leber, Milz und Nieren ab. In der TCM gehören das Blut und die Organe nicht nur zum Körper, sondern auch zum Geist und zur Seele. Deshalb sucht ein TCM-Arzt ganzheitlich nach der Ursache für den Haarausfall und beschränkt sich nicht nur auf den Körper. Mittels der Gesicht-Puls-Zungen-Diagnostik stellte ich bei dieser Patientin fest, dass sie einen Qi-Blut-Mangel in den Herz-Milz-Funktionskreisen hat. Ihre zusätzlichen Beschwerden bestätigen diese Diagnose. Nach einer ausführlichen Befragung zur ihren Ernährungsgewohnheiten musste ich der Patientin einige Veränderungen ihres Menüplanes vorschlagen: Sie sollte den Genuss von Rohkost reduzieren und kohlensäurehaltige Getränke meiden und versuchen, vermehrt Warmes zu trinken und zu essen. Zudem musste sie zusätzliche eiweisshaltige Nahrungsmittel in ihren Speiseplan aufnehmen. Zur Unterstützung verschrieb ich ihr eine Teemischung aus chinesischen Heilkräutern und brachte ihr einige QiGong-Übungen bei. Diese Atem- und Bewegungstherapie bringt die Patientin dazu, effizienter zu atmen und verbessert so die Sauerstoffzufuhr. Bereits nach drei Behandlungen mit Akupressur in Kombination mit QiGong konnte die Patientin bereits viel tiefer und langsamer atmen und die Verdauung und Schlafqualität hatte sich verbessert. Nach überwundener Angst vor den Nadeln konnte ich schliesslich mittels Akupunktur an Körper und Ohr die Blockade von Meridianen lösen. Schliesslich konnten wir 10 Monate nach ihrem ersten Besuch in meiner Praxis die Behandlung abschliessen. Ihr Haarausfall ist stark zurückgegangen, die haarlosen Flecken sind inzwischen verschwunden und auch die Schlaf- und Verdauungsstörungen konnten so beseitigt werden.
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