![]() |
|
|
Wie hilft die chinesische Medizin gegen Husten? Husten wird in chinesisch mit zwei Zeichen geschrieben: Ke Sou. Ke bedeutet "mit Geräusch ohne Auswurf" und Sou bedeutet "mit Auswurf ohne Geräusch". Da der Husten oft eine Kombination von Geräusch und Auswurf ist, gehören Ke und Sou immer zusammen. In den traditionellen chinesischen Medizin (TCM) hat der Husten verschiedene Ursachen. Äusserlich Einflüsse wie Wetter, schlechte Luft, Durchzug, etc.; emotionelle Störungen wie Aufregung, Wut, Ärger und Angst sowie übermässiges Rauchen. Aber auch die falsche Ernährung kann Ursache für Husten sein: Übermässiger Alkoholkonsum, fettiges, kaltes oder zu scharfes Essen sind die Hauptgründe dafür. Zudem führen auch chronische organische Erkrankungen zum Husten, welche nicht nur mit dem Lungen-Funktionskreis zu tun haben, sondern auch durch Störungen anderer Organsysteme (Milzpankreas, Leber, Nieren) verursacht werden. Für die Behandlung von Husten wird in der TCM häufig die Phytotherapie (Naturarznei-Therapie), kombiniert mit Akupunktur, angewendet. Je nach Diagnose schreibt der TCM-Therapeut entsprechende Rezepturen. Der Patient erhält dann zusammen mit einer genauen Einnahmeerklärung die Kräutermischung direkt von der Apotheke, entweder als Kräuter oder als Granulat. Bei Husten als Folge einer Erkältung oder Grippe bekommt der Patient eine Kräutermischung, die er während 3 bis 7 Tagen einnehmen muss. Die meisten dieser Mischungen enthalten Süssholz, Aprikosenkerne, je nach Rezeptur ergänzt um weitere Kräuter. Chronischer Husten erfordert eine wesentlich längere Kräuterbehandlung. Am Anfang einer Erkältung oder Grippe kann eine Behandlung durch Schröpfen sehr gut helfen, den "eingedrungenen, bösen Durchzug oder die Kälte" auszuleiten. Dazu verschreibt der TCM-Therpeut dem Patienten noch einen Erkältungstee, den er möglichst heiss trinken soll. Zusätzlich kann sich der Patient mit einfachen Mitteln selber einen Tee gegen Erkältung zubereiten: Frischer Ingwer in Scheiben schneiden oder fein raffeln, mit kochendem Wasser aufgiessen und bei Bedarf mit etwas Brauchzucker oder Honig süssen. Gönnt sich der Patient zusätzlich noch ein heisses Bad mit Eukalyptus, dann wird der Husten nicht lange anhalten. Wenn sich aber der Husten zu einem nachhaltigem Zustand entwickelt, hat dies womöglich eine tiefere psychische oder seelische Ursache. Der TCM-Therapeut kann durch eine Untersuchung den Auslöser des Hustens finden, welcher dann z.B. mittels QiGong (Atem- und Bewegungstherapie) beseitigt werden kann.
Home | Zur Person
| Sprechstunde
|Akupunktur
Tui-Na | Qi-Gong/Tai-Ji | Ernährung | Kräuter | Kurse | Kolumnen | Newsletter | Links
|