Kolumne














Was bietet die chinesische Medizin gegen Kopfschmerzen/Migräne?

Kopfschmerzen oder Migräne begleiten vielen Menschen in ihrem Leben - bei Witterungsänderungen, Stress, Grippe oder Erkältung und bei Frauen oft als Begleiterscheinung zur Periode. Für Leute, die nicht gern Medikamente nehmen, bietet die chinesische Medizin einige Therapien an.

Akupunktur ist vielfach die erste. Das Setzen von Nadeln am Körper oder am Ohr wirkt auf den Energiefluss in den Energieleitbahnen, auch Meridiane genannt. Dadurch können Muskeln entspannt, die Durchblutung verbessert und die gereizten Nerven beruhigt und somit auch die Schmerzen gelindert werden.

Je nach Schmerzstelle sticht der Akupunktuer an den entsprechenden Punkten. Beispiel: Gegen Stirnkopfschmerzen wird eine Nadel oberhalb des Haaransatzes als "Nahpunkt" gesetzt und eine weitere Nadel in der Mitte des zweiten Mittelhandknochens als "Fernpunkt" gesetzt. Dies, weil der Dickdarm-Meridian von der Hand bis zur Stirn verläuft und dieser Fernpunkt an der Hand sehr stark gegen Schmerzen wirkt. Bei Schmerzen im Schläfenbereich und an den Seiten des Gesichtes wird als "Nahpunkt" eine Stelle auf der Höhe der Ohrspitze gewählt kund als "Fernpunkt" eine Stelle zwischen der 4. und 5. Zehe auf dem Fussrücken, weil entlang der Körperseiten der Gallenblase-Meridian verläuft.


Für Patienten, welche Angst vor Nadeln haben oder überempfindlich reagieren, ist die Akupressur geeignet. Anstelle von Nadelstichen werden mit den Fingern die entsprechenden Akupunkturpunkte gedrückt.

Die TuiNa-Massage wird oft kombiniert mit Akupunktur angewendet, um die verspannte Muskulatur zu entspannen und verklebte Bindegewebe zu lösen. Gegen Schmerzen im Nacken-Hinterkopf-Bereich wendet man die TuiNa-Handgriffe Reiben, Greifen, Kneten und Rollen im Nacken-Schulter-Bereich an.
Auch Schröpfen oder GuaSha (abschaben der obersten Hautschicht) wird als Ausleitungsmethode eingesetzt gegen Kopfschmerzen, welche durch eine Erkältung verursacht wurden. Moxibustion (Wärmetherapie mit einer Kräuter-"Zigarre") wird ebenfalls häufig angewendet, um eine Erkältung und die dadurch verursachten Kopfschmerzen schnell wegzubringen.

Kopfschmerzen nach einer Anstrengung entstehen meistens aus Qi-Blut-Mangel. Dagegen hilft ein mit chinesischen Heilkräutern zusammengestellter Tee, welcher der Stärkung und dem Aufbau der Energie (Qi-Blut) dient. Alle ein bis zwei Wochen wird die Rezeptur angepasst, abhängig vom Energiezustand des Patienten.

Dumpfe Kopfschmerzen mit Schweregefühl deuten auf "Schleim" hin. Die Ernährungsberatung nach chinesischer Lehre schlägt in diesen Fällen vor, auf fettige Speise wie Butter, Käse, Schlagrahm, Pommes Frites, etc. zu verzichten.

Und einmal mehr kann QiGong empfohlen werden, welches als Atem- und Bewegungstherapie gegen Stress oder Nervosität die innere Harmonie wiederherstellen und dadurch den Patienten von seinem Kopfschmerzen befreien kann.

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