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Juckreiz - wie kann die Chinesische Medizin dieses Leiden lindern? Viele Leute leiden besonders im Herbst an Juckreiz. Der Herbst gilt in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als das Metall-Element, deren Merkmal die Trockenheit ist. Da die Lunge sehr empfindlich auf Trockenheit reagiert und zuständig ist für die Haut, wird die Entstehung von Juckreiz begünstigt. In der TCM ist der Juckreiz Symbol für "Wind", welcher sowohl von äusseren als auch von inneren Faktoren verursacht wird. Umwelteinflüsse wie z.B. echter Wind (Durchzug), Lebensmittel, Allergien und Unverträglichkeiten sind äussere Faktoren. Wer innere Unruhe, unsicheres Gefühl oder Angst hat, produziert selbst "inneren Wind" und löst unter Umständen einen Juckreiz aus. Weil die Lunge ein Yin-Organ ist und der Dickdarm ein Yang-Organ des Elementes Metall (beide sind durch Energieleitbahnen bzw. Meridiane miteinander verbunden), leiden Menschen mit Verstopfungsproblemen meist auch gleichzeitig unter Juckreiz. Genau so ergeht es vielen Patienten mit Lungenproblemen. Auch die Ernährung hat eine wichtige Auswirkung auf die Haut: Saure Speisen ziehen die Haut zusammen und scharfe Gerichte und Gewürze öffnen die Poren. Also heisst das: Bei Juckreiz sollte man saure Lebensmittel wie Tomaten und Citrusfrüchte eher meiden und möglichst auch auf scharfe Zutaten wie Chili, Pfeffer, Zwiebeln, Knoblauch, etc. verzichten. Als "Wind" verursachend gelten auch Hühnerfleisch und Meerfrüchte. Auch alkoholische Getränke und Tabakgenuss wirken sich negativ aus. In der TCM wird Juckreiz meistens mit Akupunktur behandelt und QiGong kann die Therapie sehr gut unterstützen. Je nach Allergiequelle setzt man eine Frist fest, während welcher Mittel oder Ursachen des Juckreizes vermieden werden. Da vielfach auch Nervosität, Schlafstörungen und Reizbarkeit den Energiezustand des Patienten verringern, muss vielfach gleichzeitig auch eine psychische Ursache beseitigt werden. Wird ein "äusserer Wind" diagnostiziert, erfolgt die Behandlung mit Akupunktur, unterstützt von Schröpfen, um den eingedrungenen äusseren Wind auszuleiten. Vielfach wird auch Gua Sha angewendet, d.h. das Schaben von Haut und Bindegewebe - ein fester Bestandteil der manuellen TCM-Therapie. Ein "innerer Wind", entstanden z.B. durch Ärger, Wut, Stress oder Unzufriedenheit, wird ebenfalls mit Akupunktur behandelt, unterstützt durch die Bewegungs- und Atmungstherapie QiGong. Oft werden auch chinesische Heilpflanzen in Form von Tee zum Ausleiten des inneren Windes verwendet. Bei allen Therapieformen und Techniken der TCM gehört aber auch der Aufbau einer positiven Denkweise und Lebenseinstellung zum Behandlungskonzept - so auch bei der Behandlung von Juckreiz.
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