Kolumne














Wie geht die chinesische Medizin mit Asthma um?

Das Vermeiden von Erkältungen und Grippeanfällen ist eine der wichtigsten Schritte in der chinesischen Medizin bei der Asthma-Vorbeugung. Es gilt also, sich genug warm anzuziehen, Durchzug zu vermeiden und die anfälligsten Körperteile wie Kopf, Hals/Nacken und Füsse gut gegen Kälte zu schützen. Eine chinesische Volksweisheit sagt: "Hut aufsetzen, Halstuch umlegen und dicke Socken anziehen sorgt für Frieden während der kalten Zeit".

Wenn sich jemand immer wieder erkältet oder oft müde ist, sollte er seine Abwehrkraft rechtzeitig unterstützen. Genügend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung tragen dazu bei genauso wie der Abbau von Stress und das rechtzeitige lösen von psychischen Belastungen. Es gibt viele chinesische Kräuter, die für die Stärkung der Abwehrkraft und der Lungenfunktion verwendet werden kann.

Einen ungünstigen Einfluss auf das Asthma übt das Rauchen aus. Wenn möglich sollte der Zigarettenkonsum reduziert werden oder, besser noch, das Rauchen ganz aufgegeben werden. Dabei kann die Akupunktur sehr gut helfen!

Chronisches Asthma muss nach TCM ganzheitlich behandelt werden und erfordert eine regelmässige Behandlung. Ein wichtiger Bestandteil der TCM-Bahndlung ist die richtige Ernährung: Übermässige Verwendung von scharfen Gewürzen, Zucker und Salz sollte vermieden werden. Rohkost und kalte Speisen sollten reduziert eingenommen werden und stattdessen sollte so oft wie möglich warm gegessen und getrunken werden. Wer viel an Reizhusten und trockenem Rachen leidet, kann z.B. gekochte Birnen mit Honig essen, um sein Lungen-Yin zu ernähren.

Da Asthma in der TCM nicht nur mit der Lunge zu tun hat, sondern auch mit einer Schwäche von Milz und Nieren, muss deren Qi- und Yang-Aufbau oder Yin-Aufbau gestärkt werden. Je nach TCM-Diagnose wird der TCM-Therapeut dem Patienten eine entsprechende Behandlung vorschlagen.

Beispiele: Schröpfen ist eine der alten Methoden, um am Anfang einer Erkältung oder eines Hustens und bei Schnupfen und Auswurf, aber auch bei Nacken-Schulter- Muskelverspannungen, eine weitere Entwicklung der Erkältung zu verhindern. Viel Schleim oder Auswurf am Morgen, Druck in der Stirn oder in den Nasennebenhöhlen sind Zeichen vom "Schleim", welche Entzündungen verursachen kann. Diese Symptome sollte man frühzeitig behandeln lassen, z.B. mit Akupunktur und Moxibustion.

Wenn jemand oft unter Druck in der Brust oder unter Atem-Schwierigkeiten beim Treppensteigen leidet, weist dies auf eine Blockade und Schwäche im Lungenfunktionskreis hin und kann mit Akupunktur und verschiedenen Kräutertees behandelt werden. Mit der Atem- und Bewegungstherpie QiGong kann die falsche Atemgewohnheit korrigiert werden und geeignete QiGong-Übungen können zur Verstärkung der Lungenfunktion beitragen.

Vielfach kann die Behandlung nach traditioneller chinesischer Medizin auch eine Kortisonbehandlung ersetzen und die Asthmaanfälle drastisch reduzieren.

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